Historischer Überblick zur Entwicklung Prohns

1240 Perun  •  1242 Pyron  •  1325 Peron  •  1467 to Pron  •  1581 Prohn

1240 
Ort wird erstmals urkundlich erwähnt. Die Urkunde bestätigte der jungen Stadt Strahlow ihren neuen Namen Stralsund,
neuen Besitz und neue Rechte wie Zollfreiheit im Fürstentum und großzügige Rechte für die Fischerei im Sund.

1242 
Eine 2. Urkunde benennt den Ort in Zusammenhang des Verkaufs von Pennin an das Kloster Neuenkamp (Franzburg). „Zu den Zeugen, die den Rechtsakt Wizlaws bekräftigen, gehören Johannes, advocatus de Peron, und Dobezlaus,, sacerdos de Pyron. Dadurch ist zu erfahren, dass Prohn Vogteibezirk und Sitz eines fürstlichen Vogtes war und dass in Prohn bereits ein kirchliches Gebäude stand, indem der Priester Dobezlaus wirkte. Beide Zeugen gehörten zum Gefolge des Fürsten und waren vermutlich slawischer Abstammung.“

1296 
wird Damitz als Damice- Eichenholz erstmals urkundlich erwähnt Groß- und Klein- Damitz waren ursprünglich ein Ort. Der Bach hieß damals Dobnica (Eichengraben). Auf einer mittelalterlichen Flurkarte findet man ihn auch als Benediktgraben, im Volksmund später auch Bandikgraben genannt.

1310 
Muuks erhielt seinen Namen nach Henricus de Mucus, kann – wie Sommerfeld seinen Namen aber auch nach der Flur erhalten haben. Das Wort „muce“ ist slawischen Ursprungs und bedeutet „nass“.

1317 
(2. Juni) Friedensschluss zwischen Stralsund und Wizlaw III.- Stralsund verzichtet ausdrücklich auf die Burg zu Prohn und das Dorf Parow.

1325 
Wizlaw III. stirbt, ohne Erben zu hinterlassen. Sein Nachfolger, Herzog Wartislaw IV. von Pommern, erkauft sich Zugeständnisse der Städte (Fürstenkassen waren im Gegensatz zu denen der Städte meist leer). Prohn wurde an Stralsund verschenkt, was das Ende der Prohner Vogtei bedeutete. Sommerfeld wird urkundlich um 1300 erwähnt. Wahrscheinlich stammt der Name aus dem Flurnamen. Herkunftsname könnte aber auch Henricus de Sommervelt (um 1325) sein.

1350
 „Das Jahr 1350 gilt als Ende des Höhepunktes mittelalterlicher deutscher Ostkolonisation. Schlagartig ebbt nach diesem Jahr der Siedlungsgang ab. Man bringt das Aufhören des Siedlungsstroms aus dem Westen mit dem Auftreten der Pest in Deutschland in Verbindung. Der Schwarze Tod wirkte verheerend innerhalb der Bevölkerung. In dem Zeitraum zwischen 1345 und 1618 sind nicht mehr als 15 Ortschaften neu entstanden.“ Prohn „überlebt“.

1577
 Prohn erhält erstmals eine Brücke aus Stein.

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