Historischer Überblick zur Entwicklung Prohns, Teil 3

1936- 1939
Entstehung Bombenabwurfsplatz Prohner Wiek

1945
(1. Mai) Einzug der Roten Armee in Prohn, bereits im Oktober Durchführung der Bodenreform Prohn und die anderen Orte der Gemeinde nahmen eine große Anzahl Flüchtlinge aus Hinterpommern auf (Viele stammten aus Pagenkopf und Hermelsdorf.), sodass beispielsweise der vordere Ortsteil von Muuks, von den Einheimischen „Lehmshöh“ genannt, damals komplett neu entstand. Den ungewöhnlich hohen Lehmanteil des Bodens nutzte man zum Errichten der neuen Häuser. Pastor Wachhausen setzt sich stark für die Familienzusammenführung der Vermissten ein. Im Pfarrhaus ist, wie in den Gutshäusern auch, jedes Zimmer voll belegt.

1952
(5. August) Gründung der ersten LPG, bis 1960 Zusammenschluss aller 53 Bauern

1965
(2. Mai) Beginn der Arbeit im neu errichteten TKVB (Tierkörper- Verarbeitungsbetrieb)

1968
Übergabe der neu erbauten Polytechnischen Oberschule „Karl Liebknecht“ in der Ringstraße (Plattenbausiedlung entstand etwa zeitgleich). Von 1960 bis 1968 wurden die Schüler der 9. und 10. Klassen an der Tagesschule Altenpleen unterrichtet. Eröffnung einer staatlichen Arzt- und Zahnarztpraxis in der Ringstraße.

1971
Eröffnung Kinderkrippe mit 15 Plätzen im Gemeindehaus, 1979 Eröffnung eines größeren Hauses (ehem. Bauarbeiterunterkunft) mit 50 Plätzen (jetzt Schulteil)

1974   
Eröffnung des neu renovierten Kindergartens in der Stralsunder Str.  Den ersten Kindergarten gab es in Prohn bereits 1953 im alten Gutshaus mit einem Gruppenraum.

1975   
(1. Januar) Durch die Spezialisierung nach Pflanzen- und Tierproduktion entstanden zwei juristisch selbstständige Betriebe, die LPG (P) Prohn und die LPG (T) Preetz. Mit einer Nutzfläche von 6878 ha war der Prohner Landwirtschaftsbetrieb der größte im Kreis wie auch der bedeutendste Arbeitgeber.

1976   
(7. Oktober) Übergabe eines neuen Jugendclubhauses (heute ein Wohnhaus) nach einer freiwilligen Aufbauleistung v.a. Prohner Jugendlicher im Umfang von 2087 Stunden (ebenso ehrenamtliche Aufbauarbeit: „Club der Werktätigen“, heute Ruine)

1977   
2000 Bäume am Prohner Stausee gepflanzt

1978/79   
harter Winter beeinträchtigt nicht nur das Leben in Prohn

1983   
Grundsteinlegung Prohner Turnhalle

1989   
Glockengeläut zur deutschen Wiedervereinigung Im Prohner Pfarrhaus versammeln sich um die Mitternachtsstunde Mitglieder der Bürgerbewegung – Kirche und interessierte Gemeindemitglieder auf Einladung von Pastor Krüger zu einer Feierstunde.